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Vorsicht: Falsche Polizeibeamte am Telefon

LKA NRW warnt vor falschen Polizeibeamten
Vorsicht: Falsche Polizeibeamte am Telefon
Trickbetrüger erbeuten als falsche Polizisten von älterer Dame Schmuck und Bargeld. Etwa 50 weitere Betrugsversuche scheitern.
Sonja Rehmert

Unbekannte Betrüger, die sich als Polizeibeamte ausgaben, erlangten am Sonntagabend, 19.08.2018, von einer älteren Dame aus Hillegossen Schmuck und Bargeld.
Darüber hinaus stellte die Polizei durch Hinweise aus der Bevölkerung circa 50 weitere Betrugsversuche mit dieser Masche am Wochenende in Bielefeld fest.

Die Polizei appelliert: Übergeben Sie unbekannten Personen niemals Geld oder Wertsachen, auch nicht Boten oder angeblichen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.

Die 84-jährige Frau erhielt am Sonntagabend, 19.08.2018, zu später Stunde, den Anruf eines angeblichen Polizeibeamten. Der Anrufer hielt die ältere Dame über mehr als zwei Stunden in der Leitung und veranlasste sie schließlich durch geschickte Gesprächsführung dazu, Bargeld und Schmuck außerhalb ihrer Wohnung zu deponieren. Ihr war vorgetäuscht worden, dass sie damit helfe, Straftäter auf frischer Tat zu fassen. Als die Frau nach wenigen Minuten nachschaute, waren die unbekannten Täter bereits mit ihrer wertvollen Beute über alle Berge.

Ältere Menschen werden zunehmend von Unbekannten angerufen, die sich als Polizeibeamte ausgeben und hierbei die Rufnummer örtlicher Polizeidienststellen, des BKA oder gar die Rufnummer 110 mit einer Ortsvorwahl im Telefondisplay erscheinen lassen. Wie im vorliegenden Fall erhöhen die Anrufer durch mehrere, stundenlange und sogar tagelange Telefonanrufe den psychischen Druck auf ihre Opfer, damit diese keinen klaren Gedanken mehr fassen können und Bargeld oder Wertgegenstände an der Wohnungstür oder auf der Straße übergeben.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass bei einem Anruf der Polizei nie die Rufnummer 110 im Telefondisplay erscheint. Falls Sie in Ihrem Telefondisplay die Rufnummer der Polizei (110) ggf. mit einer Vorwahl sehen sollten, dann handelt es sich nicht um einen Anruf der Polizei. Über ausländische Telefondienstanbieter sind die Täter in der Lage, jede beliebige Rufnummer im Display des Angerufenen einzublenden.

Die Polizei rät - neben dem wichtigsten Hinweis, niemals Geld oder Wertgegenstände an Fremde auszuhändigen: Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten. Öffnen Sie unbekannten Personen niemals die Tür oder ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu. Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige.

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