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Mit dem Schulterblick wirklich alles im Blick?

Verkehrsunfall
Mit dem Schulterblick wirklich alles im Blick?
Polizeihauptkommissarin Dunja Winkler informiert zum Thema "Schulterblick - Gefahren beim Abbiegen vermeiden"
Sonja Rehmert

Falsches Abbiegen und Wenden sind häufige Ursachen für Verkehrsunfälle. Weil beim Fahrstreifenwechsel, Überholen und Abbiegen die Fahrzeugspiegel nur bedingt weiterhelfen, informiert Polizeihauptkommissarin Dunja Winkler vom Verkehrskommissariat Unfallprävention zum Thema "Schulterblick - Gefahren beim Abbiegen vermeiden".

Für die Verkehrsexpertin sind Radfahrende besonders gefährdet. Denn Autofahrer vergessen beim Abbiegen oft den Schulterblick und nehmen die, in gleiche Richtung fahrenden, Radler nicht wahr. Eine erhöhtes Risiko geht von Autofahrern aus, wenn sie nach rechts abbiegen. Selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten kann ein Unfall zu schwersten Verletzungen bei Radfahrenden führen.

Dunja Winkler appelliert: "Wenden Sie als Autofahrer den Schulterblick konsequent an. Besonders aufmerksam sollten Sie bei unübersichtlichen Situationen sein. Unterschätzen Sie nicht die Geschwindigkeit von Radfahrern - insbesondere vor dem Hintergrund der steigenden Anzahl von Pedelec-Fahrern. Bevor Sie abbiegen, schauen Sie in den Innen- und Außenspiegel, blinken Sie und schauen über die Schulter, um sich und parallel fahrende Radfahrer zu schützen.".

Radfahrenden rät sie: "Durch eine aufmerksame Fahrweise an Einmündungen und Kreuzungen können Sie Ihre Sicherheit erhöhen - gegebenenfalls sollten Sie auf Ihren Vorrang verzichten. Das Fahren auf der richtigen Fahrbahnseite sollte dabei selbstverständlich sein."

Erst mit dem Schulterblick können Sie die Gesamtsituation erfassen. Damit verschaffen Sie sich Sicherheit, schützen andere Verkehrsteilnehmer und können Verkehrsunfälle vermeiden.