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Misstrauische Seniorin entlarvt Trickbetrüger

Enkeltrick
Misstrauische Seniorin entlarvt Trickbetrüger
Betrüger scheiterten am Mittwoch, 13.01.2021, bei dem Versuch, Geld von einer Bielefelderin zu erbeuten.
Siedschlag/Trümper

Die 78-jährige Dame erhielt gegen 15:00 Uhr einen Anruf mit unterdrückter Rufnummer. Die Stimme am anderen Ende der Leitung kannte sie nicht. Die Frau am Telefon behauptete, ihre Cousine zu sein und dringend Geld zu benötigen. Sie habe sich etwas ganz Tolles gekauft. Deswegen möge die Seniorin 15000 Euro an einen Notar übergeben. Außerdem bat sie die Seniorin darum, Stillschweigen zu bewahren.

Kurze Zeit später bekam sie einen weiteren Anruf. Der vermeintliche Notar meldete sich und nannte ihr einen Ort für die Übergabe des Geldes. Die Seniorin bestand darauf, mit ihrer Cousine zu sprechen, da sie kein Geld an Fremde übergeben würde. Darauf ließ sich der Betrüger nicht ein. Nach einer Weile beschloss die ältere Dame, bei ihrer Cousine anzurufen, um sich zu vergewissern, dass sie das Geld tatsächlich benötige. Die Cousine war überrascht und versicherte ihr, nicht bei ihr angerufen zu haben. In diesem Moment wurde den Damen klar, dass sie es mit Betrügern zu tun hatten.

Die 78-jährige verständigte sofort die Polizei und erstattete Anzeige. Zwischenzeitlich erhielt sie zwölf weitere Anrufe mit unterdrückter Nummer, die sie aber ignorierte.

Die Polizei empfiehlt folgende Verhaltensweisen in diesem Zusammenhang:

  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist. Fordern Sie den Anrufer grundsätzlich dazu auf, seinen Namen selbst zu nennen.
  • Rufen Sie ihn über die Ihnen bekannte oder selbst herausgesuchte Rufnummer zurück!
  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand telefonisch um Geld bittet.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner, z. B. oft ein angeblicher Enkel, Geld von Ihnen fordert!
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer geworden sind und erstatten Sie eine Anzeige

 

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