Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

Menü

Inhalt

Kooperation zwischen der Stadt und der Polizei Bielefeld

v.l. Dr. U. Witthaus, S. Buddenberg, E. Kabelitz, A. Rittinghaus, G. Schönemann
Kooperation zwischen der Stadt und der Polizei Bielefeld
Neue Berufschancen für eine Laufbahn bei der Polizei - Neuer Bildungsgang am Rudolf-Rempel-Berufskolleg vereint Theorie und Praxis

Ab Sommer 2022 bietet das Rudolf-Rempel-Berufskolleg in Kooperation mit der Polizei Bielefeld interessierten Schülerinnen und Schülern, die die zehnte Klasse erfolgreich vollendet haben, einen neuen Bildungsgang im Fachbereich „Wirtschaft und Verwaltung mit dem Schwerpunkt Polizeivollzugsdienst“ an.

Die Kooperation wurde heute im Rahmen einer Pressekonferenz durch EPHK Eckard Kabelitz, Leiter der Aus- und Fortbildung, Anja Rittinghaus, schulfachliche Dezernentin Bezirksregierung Detmold, Stefanie Buddenberg, Schulleitung Rudolf-Rempel-Berufskolleg, Dr. Udo Witthaus, Beigeordneter Schule / Bürger / Kultur / Sport der Stadt Bielefeld und Georgia Schönemann, Amtsleitung Amt für Schule, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit der Einrichtung des Bildungsganges wird jungen Menschen ein höherer Bildungsabschluss und - durch das handlungsorientierte Lernen in der Praxis der Polizeibehörde - eine gute Vorbereitung auf die Berufsausbildung und Berufstätigkeit in dem Berufsfeld ermöglicht. Der zweijährige Bildungsgang der Fachoberschule im Fachbereich Polizeivollzugsdienst richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Schulabschluss oder an diejenigen, die eine Berechtigung zum Besuch einer gymnasialen Oberstufe besitzen. Der Bildungsgang erweitert auch die Möglichkeit zum Erwerb der Fachhochschulreife. Das Praktikum in der Klasse 11 wird in Zusammenarbeit mit der Polizei Bielefeld absolviert. Das Kompetenzprofil des Rudolf-Rempel-Berufskollegs ist durch die Aufstellung als Berufskolleg mit großem Innovationspotential für die Ausbildung mit Schwerpunkt Verwaltung und Rechtspflege umrissen. Hier sind seit Jahrzehnten Bildungsgänge vorhanden, die Fachkräfte im juristischen Bereich ausbilden. Im dualen System wird am Rudolf-Rempel-Berufskolleg der Berufsschulunterricht zum Beispiel für Justizvollzugsfachangestellte sowie für Rechtsanwalts- und Notariatsfachangestellte erteilt. Dadurch verfügt die Schule über die entsprechenden Kompetenzen auf Seiten der Lehrerschaft im juristischen Fachbereich. Die sachliche, räumliche und mediale Ausstattung ist am Rudolf-Rempel-Berufskolleg ebenfalls
gegeben.

Um international wettbewerbsfähig zu bleiben und den Fachkräftebedarf im verwaltungsrechtlichen Bereich und insbesondere bei der Polizei langfristig zu decken, ist ein höherer Anteil an Studierenden angestrebt. Aus diesem Grund bietet die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Berufskollegs Bildungsgänge an, die zu beruflichen Qualifikationen und zum schulischen Teil der Fachhochschulreife führen. Hierbei können die Schülerinnen und Schüler beruflich orientierte Schwerpunkte setzen und berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben. Mit dem neuen Bildungsangebot kann das Rudolf-Rempel-Berufskolleg seinen Teil dazu beitragen, diese Ziele zu erreichen und eine höhere Quote an
Fachhochschulzugangsberechtigten zu ermöglichen.

Die Beantragung der Errichtung des neuen Bildungsganges wurde in einer kooperativen Abstimmung zwischen dem Ministerium für Schule und Bildung (MSB) und dem Innenministerium des Landes NRW erarbeitet. Eine Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung mit dem Schwerpunkt Polizeivollzugsdienst ist in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das Berufskolleg (APO-BK) bislang nicht vorgesehen. Daher wird seitens
des MSB ein Schulversuch durchgeführt, in dem die inhaltliche Konzeption des Bildungsgangs ebenso überprüft wird wie die Frage, ob die Schülerinnen und Schüler erfolgreich im Polizeivollzugsdienst ankommen. Zu den Erfolgskriterien gehört auch, ob die Absolventinnen
und Absolventen im Anschluss an ihre Schulzeit am Berufskolleg erfolgreich das anschließende Bachelor-Studium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung bewältigen. Ausgewählt wurden 11 Schulstandorte in ganz NRW, Bielefeld ist der einzige Standort im Regierungsbezirk Detmold.

Deshalb freut sich der Schulträger des städtischen Berufskollegs, die Stadt Bielefeld, ganz besonders über die Bewilligung dieses Schulversuches, denn die Einrichtung des Bildungsganges trägt zur Sicherstellung und Weiterentwicklung eines bedarfsgerechten und zukunftsorientierten Schulangebotes in der Stadt Bielefeld bei und ist ein weiterer zukunftsweisender Baustein für die Bildungsregion Bielefeld.

Das Polizeipräsidium Bielefeld freut sich, auf diesem Weg Schülerinnen und Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss mit einer Schwerpunktlegung auf den Polizeivollzugdienst beim Erwerb der vollen Fachhochschulreife behilflich sein zu können und damit seinerseits den Bewerberkreis für die Polizei zu vergrößern.
Bewerbungen für das Schuljahr 2022/2023 sind in der Zeit vom 01.06.2021 bis 01.10.2021 bei der Polizei möglich. Bewerber durchlaufen ein
mehrtägiges Auswahlverfahren und erhalten eine Vorbehaltszusage für den Studienplatz im Polizeivollzugsdienst an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV).

In dringenden Fällen: Polizeinotruf 110