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Erneut Stadtbahn attackiert - Tatverdächtige aufgespürt

Beschädigte Stadtbahn
Erneut Stadtbahn attackiert - Tatverdächtige aufgespürt
Aufgrund von Zeugenaussagen trafen Polizeibeamte am Mittwochabend, 24.04.2019, während der laufenden Fahndung auf zwei Tatverdächtige in Baumheide. Sie stehen in Verdacht, mindestens eine Stadtbahn beschädigt zu haben.
Michael Kötter

Eine Stadtbahn der Linie 2 war gegen kurz nach 21:00 Uhr in Richtung Innenstadt unterwegs. Nach einem Halt an der Station "Seidenstickerstraße" setzte die besetzte Bahn ihre Fahrt fort.

Ein 21-jähriger Bielefelder Fahrgast nahm plötzlich ein lautes Geräusch wahr und sah eine gesplitterte Seitenscheibe auf der Fahrerseite. Auf den Sitzplätzen an der beschädigten Scheibe saß kein Fahrgast. Der Stadtbahnfahrer blieb nicht auf der freien Strecke stehen sondern steuerte sicher die nächste Haltestelle "Schüco" an. Gleichzeitig setzte er einen Notruf ab, der die Polizei über die MoBiel-Verkehrszentrale erreichte.

Polizeibeamte stellten bei der Befragung des 56-jährigen Bahnfahrers und der circa 20 Fahrgäste fest, dass niemand bei der Attacke verletzt wurde. Dabei bekamen die Beamten Informationen zu einer kleinen Gruppe Jugendlicher, die sich im Nahbereich der Haltestelle "Seidenstickstraße" aufgehalten hatte.

Zeitgleich fahndeten mehrere Streifenwagen nach den möglichen Angreifern rund um den Tatort.

Während der Suche trafen Polizisten auf einen jungen Mann, auf den die Beschreibung der Zeugen zutraf, und dessen Begleiterin. Bei dem 17-jährigen Bielefelder fanden sie eine Soft Air Pistole mit Stahlkugeln.

Der Jugendliche wurde gemeinsam mit der 16-jährigen Bielefelderin zur Feststellung der Personalien und Anzeigenerstattung zum Polizeipräsidium gefahren. Die Jugendliche trug einen Metallbolzen, wie bei einem Nothammer verbaut, bei sich.

Der 17-Jährige gab die Tat zu. Derzeit stehen die beiden Jugendlichen in Verdacht, die Stadtbahn im Bereich der Haltestelle "Seidenstickerstraße" attackiert zu haben. Ob es einen Zusammenhang zu den Beschädigungen von weiteren Stadtbahnen geben könnte, ist derzeit Bestandteil der laufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei.

Letzter Vorfall Beschädigung einer Stadtbahn: 23.04.2019 - Stadtbahn während der Fahrt beschädigt

Die Kriminalpolizei bittet um Mithilfe bei der Aufklärung einer Sachbeschädigung an einer Stadtbahn, die am Dienstag, 23.04.2019, im Fahrbetrieb in Nähe der Haltestelle "Schelpmilser Weg" beschädigt wurde. Weder der Fahrer noch Fahrgäste wurden verletzt.

Gegen kurz vor 00:30 Uhr war ein Stadtbahnzug der Linie 2 im Bereich der Haltestelle "Schelpmilser Weg" in Richtung Milse unterwegs. Plötzlich registrierten Fahrgäste zwei Knallgeräusche und erkannten zwei zerborstene Fensterelemente. Die Glasscheiben hielten trotzdem in ihren Rahmen und fielen nicht heraus. Einige Fahrgäste hatten den Stadtbahnfahrer über die beschädigten Scheiben informiert. Sie waren bereits gegangen, als Streifenwagen vor Ort eintrafen.

Polizeibeamte untersuchten den betreffenden Anhänger des Stadtbahnzuges und fanden zwei kleine Löcher als mögliche Ursache für die gesplitterten Seitenscheiben. Bislang ist nicht bekannt, womit die Beschädigungen hervorgerufen worden sein könnten. Ebenso fehlt die Spur von einem möglichen Tatverdächtigen. Nach dem Bekanntwerden der Tat hatten Streifenwagen in dem Gebiet rund um den Schelpmilser Weg gefahndet.

Die Polizei bittet insbesondere die Fahrgäste, die sich während der Tat in der Bahn befunden haben, um Kontaktaufnahme.

Die Polizei bittet um Hinweise unter:

Polizeipräsidium Bielefeld / Kriminalkommissariat 14 / 0521/545-0

Weitere vergangene Fälle von Beschädigungen an Stadtbahnen

04.12.2018 - Gegenstände beschädigen fahrende Stadtbahnen - EK ermittelt Täter

Die Recherchen der Kriminalbeamten führten nach Zeugenhinweisen zu einem Tatverdacht gegen ein Kind. Der Junge beschädigte Montagabend, den 26.11.2018, am Niederwall die Seitenscheibe einer fahrenden Straßenbahn. Aus einer Gruppe heraus warf er den Teil eines Nothammers gegen die Stadtbahn. Die Motivation ist unklar. Die Ermittlungen dauern an.

Ausgangslage

Am Samstagabend, 24.11.2018, informierten die Bielefelder Verkehrsbetriebe die Polizei gegen 18.30 Uhr darüber, dass eine fahrende Straßenbahn von einem Gegenstand getroffen und dadurch eine Seitenscheibe beschädigt wurde.

Die Polizei nahm an der Haltestelle Graf-von Stauffenberg-Straße die Ermittlungen zu dem Vorfall auf. Nach derzeitigen Erkenntnissen schlug von außen ein bislang unbekannter Gegenstand gegen die Seitenscheibe der fahrenden Straßenbahn. Dadurch entstand in der Scheibe ein kleines Loch und die Scheibe splitterte. Fahrgäste, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Bahn befanden, vernahmen einen lauten Knall. Verletzt wurde niemand. In der Bahn konnte kein Gegenstand aufgefunden werden.

Am Montagabend, 26.11.2018, gegen 19.17 Uhr, durchschlug ein unbekannter Gegenstand nahe der Haltestelle Rathaus  zwei Seitenscheiben einer fahrenden Straßenbahn. Fahrgäste wurden nicht verletzt.
Die Polizei nahm vor Ort die Ermittlungen auf. In der Straßenbahn fanden die Ermittler einen länglichen Metallgegenstand. Ob dieser die Beschädigung an den Scheiben verursacht hat, wird derzeit geprüft. Aufgrund des Polizeieinsatzes an der beschädigten Straßenbahn kam es zu deutlichen Einschränkungen des Stadtbahnverkehrs auf allen Linien.

Die Polizei Bielefeld richtete eine sechsköpfige Ermittlungskommission "StraB" unter der Leitung von Kriminalhauptkommissarin Tamara Lüning ein. Beamte der Spurensicherung nahmen umfangreiche Untersuchungen an beiden beschädigten Stadtbahnen vor.

Die Kriminalbeamten beziehen in die Ermittlungen außerdem die Beschädigung einer Fensterscheibe der Feuerwache an der Straße Am Stadtholz von Sonntag, 25.11.2018, ein. Beamte der Feuerwehr stellten gegen 02.30 Uhr an dem Fenster der Küche im 2.Obergeschoss ein kreisrundes Loch an der äußeren Scheibe einer Doppelverglasung fest.

Bislang ist kein Tatzusammenhang aller Taten ersichtlich, jedoch nicht auszuschließen.

Die Polizei sucht Zeugen. Hinweise zu den Vorfällen bitte unter Tel. 0521/ 545-0.
Verdächtige Beobachtungen zu möglichen Straftaten melden Sie bitte umgehend an den Notruf 110.