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Zweite gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft und Polizei Bielefeld zu schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern - Fortgang der Ermittlungen

Sexueller Missbrauch
Zweite gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft und Polizei Bielefeld zu schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern - Fortgang der Ermittlungen
Die Ermittlungskommission "Eichwald" des Polizeipräsidiums Bielefeld arbeitet mit Hochdruck an der Aufklärung des schweren sexuellen Missbrauchs an Kindern.
Sonja Rehmert

Bislang sind 31 minderjährige Opfer identifiziert. Dabei handelt es sich um 27 Mädchen und vier Jungen. Die meisten Opfer waren zur jeweiligen Tatzeit zwischen vier und 13 Jahren alt.

Über das Hinweistelefon gingen beim Polizeipräsidium Bielefeld seit Donnerstag, 31.01.2019, bis Freitag, 08.02.2019, insgesamt 63 Hinweise ein. Allen Hinweisen wird akribisch nachgegangen. Das Hinweistelefon beim Polizeipräsidium Bielefeld ist unter Telefon 0521/545-4215 zu erreichen.

Die Ermittlungskommission "Eichwald" besteht derzeit aus 51 Ermittlern. Dazu zählen auch Polizeibeamte anderer Behörden aus dem Regierungsbezirk Detmold sowie aus ganz NRW. Die IT-Auswertung findet dabei auch teilweise dezentral und nicht im PP Bielefeld statt. Neben den Ermittlungen initiiert die Polizei Bielefeld Opferschutzmaßnahmen für die Geschädigten und bietet psychosoziale Unterstützung für eingesetzte Polizeibeamte an.

Vorrangige Ziele der Ermittlungskommission sind eine beweiskräftige Sicherung des Strafverfahrens und die Identifizierung von möglichen weiteren Opfern und Tatverdächtigen sowie die Verhinderung von möglichem weiterem Missbrauch. Dazu finden aktuell IT-Auswertungen, Vernehmungen, Durchsuchungen und sonstige weitere Ermittlungen statt. Außerdem ermittelt das Polizeipräsidium Bielefeld wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt gegen Polizeibeamte und wegen des Verdachts der Verletzung der Fürsorgepflicht gegen Mitarbeiter von Jugendämtern.

Wie berichtet, befinden sich nach Ermittlungen der Polizei Lippe drei Männer - ein 56-Jähriger aus Lügde, ein 48-Jähriger aus Stade und ein 33-jähriger aus Steinheim - in Untersuchungshaft, weil sie im Verdacht stehen, in einer Vielzahl von Fällen Kinder sexuell missbraucht zu haben. Durchsuchungen der Polizei Lippe hatten zur Auffindung von zahlreichen Beweismitteln, darunter verschiedene Datenträger und Speichermedien, geführt.

Aufgrund der laufenden Ermittlungen und aus Opfer- und Persönlichkeitsschutzgründen werden derzeit zu einzelnen Hinweisen und Einzelsachverhalten sowie zur Herkunft der identifizierten Opfer oder zum persönlichen Umfeld von Tatverdächtigen und Opfern keine Angaben gemacht. Das PP Bielefeld bittet Medienvertreter, von Anfragen zu Hintergrundgesprächen und Interviews mit Ermittlern zunächst abzusehen, da die originäre Aufgabenwahrnehmung oberste Priorität hat.

Es ist beabsichtigt, dass Ermittlungsergebnisse von Staatsanwaltschaft und Polizei Bielefeld in den nächsten Wochen regelmäßig in gemeinsamen Presseerklärungen zusammenfassend berichtet werden.