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Schulbeginn

Fahrradprüfung
Schulbeginn
Was ändert sich ab Mittwoch, 28. August 2019, auf Bielefelds Straßen?
Michael Kötter
Wofür sollten sich Eltern und Schüler in den Ferien noch unbedingt Zeit nehmen?

Natürlich soll in den Ferien ausgespannt werden - allerdings wird für alle Schulanfänger oder diejenigen, die ihre Schule wechseln, Vieles neu sein und Einiges sollte vorab geübt werden. Dazu zählt aus Sicht der Polizei auf jeden Fall das Trainieren des Schulwegs! Mit dem Training sollten Sie in den noch verbleibenden Ferientagen beginnen.

Auch wenn Ihr Kind sehr selbständig ist, trainieren Sie mit ihm mehrfach den Schulweg. Das Training sollte selbstverständlich an die Schulzeiten gekoppelt stattfinden. Ein Wochenende, mit eher geringem Verkehrsaufkommen, kann höchstens als Einstiegstraining dienen. Das gilt ebenso für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und das richtige Verhalten an Haltestellen.

Sprechen Sie Ihre Kinder gezielt auf Besonderheiten oder Gefahrenstellen entlang des Schulwegs an.

Das Thema "Sicherer Schulweg" ist eines von vielen Verkehrsthemen, das durch die Verkehrssicherheitsberater der Bielefelder Polizei betreut wird - weitere Infos und einen Kontakt finden Sie über die Homepage des Polizeipräsidiums Bielefeld:

https://redaktion-bielefeld.polizei.nrw/verkehrssicherheitsarbeit-6

Mehr Sicherheit durch Sichtbarkeit:

Schicken Sie Ihre Kinder möglichst gut erkennbar auf den Schulweg. Sie können die Sicherheit erhöhen, indem Sie die Kleidung durch reflektierende Elemente ergänzen oder auf Warnwesten zurückgreifen. Das ist für die kommende dunkle Jahreszeit eine gute Investition. Autofahrer können Fußgänger mit reflektierender Kleidung etwa 150 Meter früher erkennen.

Die Polizei empfiehlt: Kinder sollten während der Grundschulzeit zunächst die Fahrradprüfung ablegen und erst danach zur Schule radeln.

Wenn Ihr Kind mit dem Fahrrad zur Schule fährt, dann kümmern Sie sich regelmäßig um den einwandfreien technischen Zustand. Zu einer guten Ausrüstung zählt ein Fahrradhelm in der passenden Größe, der richtig getragen schützen kann.

Wenn Ihr Kind auf dem Schulweg auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, bietet Ihnen OWLVerkehr das Angebot eines kostenlosen "ElternKindTicket" zum Trainieren mit Bussen und Bahnen.

Der Fahrschein berechtigt in dem Zeitraum vom 18.08.2019 bis zum 04.09.2018 zu einer kostenlosen Hin- und Rückfahrt eines Erwachsenen in Begleitung eines Kindes.

Die detaillierten Bedingungen zur Nutzung des Tickets und mehr Informationen finden Sie im Internet bei OWLVerkehr:

https://teutoowl.de/owlv/aktuelles/meldungen/2019_08_09ElternKindTicket.php?navanchor=2110006

Warum können sich Umwege beim Schulweg lohnen?

Ein möglichst kurzer oder schneller Schulweg muss nicht zwangsläufig die sicherste Strecke für Ihre Kinder sein. Ein längerer Schulweg kann mehr Sicherheit bieten, wenn dabei Ampeln, Zebrastreifen oder Überquerungshilfen genutzt werden können!

Auf dem Weg zu ihrer Schule müssen Kinder oft viel befahrene Straßen überqueren. Wenn sie mit ihren Eltern die Strecke trainiert haben, dann haben sie erfahren, dass sich beispielsweise Überquerungshilfen in Sichtweite lohnen können. So bedeuten vielleicht 100 Meter mehr auf dem Schulweg eine gute Alternative, um sicherer über die Fahrbahn zu kommen.

Als Eltern trainieren Sie mit Ihren Kindern, an Überquerungshilfen immer anzuhalten und zu warten, bis die Straße frei ist. Das Überlaufen der Mittelinsel ist Tabu. Bei dem Stopp auf der Insel können sich die Kinder vergewissern, ob die Gegenfahrbahn frei ist und sollten erst dann losgehen.

Als Autofahrer sollten Sie den Fuß vom Gas nehmen, wenn Sie sich einem Zebrastreifen oder einer Überquerungshilfe nähern. Kinder könnten durch ihre Körpergröße von parkenden Fahrzeugen oder Verkehrsschildern verdeckt werden und für Sie schwer sichtbar sein. Wenn Sie als Autofahrer von Kindern zum Weiterfahren aufgefordert werden, dann haben die Kinder es so gelernt und wollen die Straße erst überqueren, wenn kein Fahrzeugverkehr mehr herrscht.

Mit dem Auto oder ohne?

Wenn es um die Thematik geht, Kinder mit dem Auto zur Schule zu fahren, sollten Sie sich vorab einige Gedanken machen. Denn Sie sollten Ihr Kind "nicht mit dem Auto direkt bis in den Klassenraum fahren". Wenn Ihr Kind mit anderen Schülern zu Fuß zum Unterricht geht, fördern Sie die Selbstständigkeit und sorgen durch weniger verstopfte Straßen vor den Schulgebäuden für mehr Sicherheit. Sie können mithelfen und das Anhalte- und Park-Chaos an Schulen reduzieren.

Wenn Sie für den Schulweg nicht auf ein Auto verzichten können - sollten Sie einige Spielregeln einhalten:

Planen Sie immer genügend Zeit vor und für die Fahrt zur Schule ein und sorgen für eine entspannte Stimmung an Bord - stressige Momente übertragen sich auch auf die Kleinen.

Die richtige Sicherung aller Kinder im Fahrzeug gilt als Voraussetzung. Nehmen Sie nie mehr Kinder mit, als Sicherungssysteme verfügbar sind.

Achten Sie an den Schulen auf bestehende Halteverbotszonen. Sie dienen Kindern auch zum sicheren Überqueren der Straßen. Fahrzeuge könnten Kinder verdecken oder ihnen die freie Sicht auf die Fahrbahn nehmen. Respektieren Sie auch die Einfahrten zu privaten Grundstücken oder Firmen und ermöglichen den Anwohnern das Ein- und Ausfahren zu ihren Häusern oder Betrieben.

Die "30 km/h-Zonen" im Bereich von Schulen und Kindergärten wurden zum Schutz der Kinder eingerichtet - halten Sie sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Kennen Sie schon Ihren "eigenen" Parkplatz an der Schule?

Neben den öffentlichen Parkmöglichkeiten gibt es an den Bielefelder Schulen zusätzlich sogenannte "Elternparkplätze". Diese gekennzeichneten Stellflächen sind extra für Eltern reserviert, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule befördern. Die Parkplätze liegen nicht immer in erster Reihe vor dem Schulgebäude - sie können auch in Nebenstraßen oder an Hintereingängen von Schulen platziert sein. In jeden Fall können Ihre Kinder vom Elternparkplatz aus auf kurzem Weg die Schule sicher erreichen.

Nutzen Sie doch das Angebot der "Elternparkplätze" und helfen mit, die teilweise wilden Parksituationen an den Schulen zu entzerren und gönnen Ihren Kinder noch ein paar Meter Bewegung an der frischen Luft.

Mit dem Bus auf den Gehweg? Ja, das geht...

Gemeint ist der sogenannte "Walking Bus", der keine Räder besitzt und in dem nicht Platz genommen werden kann. Dafür können Sie sich als Eltern mit mehreren Kindern zusammenschließen und sich gemeinsam auf den Schulweg begeben.

Unter einem "Walking-Bus" versteht man einen Zusammenschluss von Grundschülern, die zu Fuß auf ihrem Schulweg unterwegs sind. Dabei sollte mindestens ein Erwachsener die Schüler begleiten. Vorteilhaft sind je nach Anzahl der Kinder mehrere erwachsene Begleiter.

Die Schüler gehen in einer Gruppe und sammeln auf einem festgelegten Weg ihre Mitschüler ein, wie ein Linienbus bei seinem Stopp an Haltestellen. So lernen Kinder, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Wenn es einmal nötig sein sollte, können die begleitenden Erwachsenen eingreifen. Der "Walking-Bus" fördert nicht nur die Eigenverantwortung der Kinder, er entlastet zudem die Straßen, wenn die Kinder nicht mit dem Auto bis vor das Schulgebäude gefahren werden.

Und so kann es funktionieren - mehr Informationen rund um das Thema "Walking Bus" finden Sie bei der Landesverkehrswacht NRW:

http://www.landesverkehrswacht-nrw.de/fileadmin/user_upload/angebote/Schule/Walkingbus_Handlungsleitfaden.pdf

Bereits vor der Schule auf volle Konzentration schalten - oder was sollte besser in der Tasche bleiben?

Auch wenn bereits viele Schüler mit Mobiltelefonen ausgestattet sind, so sollten Handy-Spiele und Nachrichten tickern auf dem Schulweg tabu sein! Fußgänger, Zweiradfahrer und Autofahrer, die sich auf diese Weise ablenken lassen, gehen ein unnötig hohes Risiko für sich und andere Personen ein.

Wer kennt nicht die Passanten, die niemand und nichts Anderes als ihr Handydisplay im Blick haben - die ihr Umfeld gar nicht registrieren, sich aber trotzdem unkonzentriert und oft in Schlangenlinie durch den Straßenverkehr bewegen?

Egal, wie oder womit Schulkinder unterwegs sind, die ganze Aufmerksamkeit soll dem Straßenverkehr gehören. Eine Ablenkung durch ein Handy stört nicht nur, es kann auch richtig gefährlich werden. Damit Schüler um sich herum alles im Blick haben, gehören Mobiltelefone auf dem Schulweg nicht in die Hand, sondern in die Tasche.

Ebenso ist von der Benutzung von Kopfhörern abzuraten. Sie sorgen für eine deutlich verminderte akustische Wahrnehmung anderer Verkehrsteilnehmer. Riskant wird es, wenn annähernde Fahrzeuge erst verspätet oder gar nicht gehört werden.

Lassen Sie sich als Autofahrer ebenfalls nicht von mobilen Telefonen, Fahrzeug-Kommunikationssystemen oder Mitfahrern ablenken. Wenn Ihr Blick einige Sekunden auf einem Display ruht, sind Sie mehrere Meter ohne Blick auf der Straße unterwegs. Dabei verlieren Sie entweder wertvolle Reaktionszeit oder Sie nehmen Hindernisse gar nicht wahr.

Zur Verdeutlichung:

Bei 50 km/h bedeutet 1 Sekunde Ablenkung etwa 14 gefahrene Meter im Blindflug.

Kein Spiel, kein Anruf und keine Nachricht können so wichtig sein, dass man sich selbst oder andere in Gefahr bringt! Wenn Sie nur wenige Sekunden abgelenkt sind, können die Folgen Ihr ganzes Leben verändern!

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