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Polizei Bielefeld setzt Mordkommissionen ein

Tatortvermessung
Polizei Bielefeld setzt Mordkommissionen ein
Übersicht der von der Polizei Bielefeld aktuell eingesetzten Mordkommissionen.
Sonja Rehmert

Das Polizeipräsidium Bielefeld ist als Kriminalhauptstelle bei bestimmten (schweren) Straftaten und bei besonderen Einsatzlagen für den gesamten Regierungsbezirk Detmold zuständig. Unser Qualitätsanspruch ist es, von Anfang an alles zu tun, um ein Tötungsdelikt aufzuklären. Daher wird auch im Zweifelsfall eine Mordkommission eingerichtet.

2018 wurden 1 fahrlässige Tötung und 5 Totschlagsversuche begangen (2017: 9 Totschlagsversuche). Alle Taten wurden aufgeklärt. Insgesamt wurden Mordkommissionen des PP Bielefeld in ganz Ostwestfalen in 42 Fällen eingesetzt.

15.03.2019 - Bad Driburg: Mann mit Messer verletzt

Am Freitag, den 15.03.2019, erlitt ein Mann in der Wohnung der Ehefrau in Bad Driburg durch Messerstiche schwere Verletzungen. Aufgrund von Hinweisen zu einer flüchtigen Tätergruppe nahm eine Mordkommission die Ermittlungen auf.

Eine 57-jährige Frau rief die Polizei über Notruf zur Hilfe. Die Beamten trafen in der Wohnung auf den schwer verletzten 61-jährigen Ehemann sowie die leicht verletzte Frau. Nach den ersten Hinweisen galt eine flüchtige Männergruppe als Tatverdächtig.

Das Opfer erlitt schwere Verletzungen und musste im Krankenhaus notoperiert werden. Derzeit besteht Lebesgefahr.

Die Polizei leitete sofort umfassende Fahndungsmaßnahmen ein.

Da nach den ersten Erkenntnissen ein versuchtes Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden konnte, übernahm die Mordkommission "Sulburg", die sich aus Beamten der Polizei Bielefeld und der Polizei Höxter zusammensetzt, unter Leitung des Kriminalhauptkommissars Jürgen Kollien die Ermittlungen.

Im Laufe der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Ehefrau ihren Mann im Rahmen einer Auseinandersetzung mit einem Messer in den Bauch stach. Hinweise auf eine Tätergruppe erwiesen sich als falsch. Da eine Notwehrsituation nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde die Frau nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Paderborn nach ihrer Vernehmung wieder entlassen.

10.03.2019 - Tötungsdelikt in Bielefelder Familie

Mitteilung vom 10.03.2019:

Beamte der Bielefelder Mordkommission ermitteln zu einem Tötungsdelikt, dass sich am Sonntag, 10.03.2019, in der Ziegelstraße ereignete. Nach den bisherigen Erkenntnissen hat ein Familienvater versucht, sich selbst das Leben zu nehmen. Er steht im Verdacht, zuvor seine beiden Kinder getötet zu haben.

Der 41-Jährige hatte sich gegen 13:15 Uhr per Notruf bei der Bielefelder Feuerwehr gemeldet und sich im Anschluss schwere Verletzungen zugefügt.

In einem Wohnhaus an der Ziegelstraße fanden Streifenbeamte den 41-jährigen Schwerverletzten im Flur einer Wohnung. Die Polizisten entdeckten in der Wohnung zudem zwei leblose Kleinkinder. Nach einer medizinischen Erstversorgung wird der Familienvater in einem Bielefelder Krankenhaus behandelt. Die Mutter war zur Tatzeit nicht in der Wohnung anwesend.

Kriminalhauptkommissar Ralf Gelhot leitet eine 7-köpfige Mordkommission, die gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Bielefeld an der Aufklärung des Tötungsdelikts arbeitet. Eine Obduktion der beiden getöteten Kinder ist für Montagvormittag, 11.03.2019, geplant.

Nachtrag vom 11.03.2019:

Nachdem am Sonntag, den 10.03.2019, die Mordkommission "Ziegel" die Ermittlungen zu einem Tötungsdelikt in der Ziegelstraße aufnahm, liegt das Ergebnis der Obduktion vor.

Die Obduktion der beiden getöteten Kinder ergab, dass Schnittverletzungen todesursächlich waren.

Der Gesundheitszustand des schwerverletzten Tatverdächtigen hatte sich zunächst stabilisiert, ist aber weiterhin kritisch. Da er nicht ansprechbar ist, ist die Motivlage unklar. Nach den ersten Erkenntnissen ist er noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten.

Nachtrag vom 21.03.2019

Am Mittwochvormittag, den 20.03.2019, verstarb der schwerverletzte Tatverdächtige des Tötungsdeliktes. Die am Donnerstag, den 21.03.2019, durchgeführte Obduktion seines Leichnams ergab, dass multiples Organversagen todesursächlich war.
Anhaltspunkte für einen unbekannten Täter haben sich weiterhin bislang nicht ergeben.

23.02.2019 - Tötungsdelikt in Paderborn: Mordkommission "Kaukenberg" ermittelt

Mitteilung vom 24.02.2019:

Am Samstag, den 23.02.2019, wurden zwei Menschen in Paderborn tot aufgefunden. Die Mordkommission Bielefeld nahm die Ermittlungen auf.

Gegen 19.18 Uhr wurde die Polizei über den Notruf alarmiert. Ein 90-jähriger Paderborner und eine 63-jährige Paderbornerin wurden tot aufgefunden. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden beide nach Schussverletzungen tödlich verletzt. Die Tatwaffe wurde durch die Polizei sichergestellt, der mutmaßliche Täter befindet sich unter den beiden tödlich verletzten.

Die eingesetzte Mordkommission, unter der Leitung von Kriminalhauptkommissarin Jutta Horstkötter, untersucht die Zusammenhänge der beiden Tötungsdelikte.

Nachtrag vom 25.02.2019:

Die Mordkommission "Kaukenberg", unter der Leitung von Kriminalhauptkommissarin Jutta Horstkötter, ermittelt in dem Tötungsdelikt in Paderborn vom 23.02.2019.

Am vergangenen Samstag kam es zu einem Tötungsdelikt in Paderborn mit zwei tödlich verletzten Personen durch Schussverletzungen. Bei den beiden Personen handelt es sich um einen 90-jährigen Paderborner und seine 63-jährige Tochter. Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen die Staatsanwaltschaft und die Polizei davon aus, dass es zu einer Schussabgabe nach innerfamiliären Streitigkeiten kam. Auslöser könnte eine krankheitsbedingte Persönlichkeitsveränderung des 90-Jährigen sein. Die Herkunft der Waffe ist unter anderem derzeit Gegenstand der Ermittlungen der Mordkommission. Eine Obduktion der Leichname findet voraussichtlich am Dienstag, den 26.02.2019, statt.

16.02.2019 - Bad Salzuflen: 16-jähriges Mädchen greift schwangere Mutter mit Messer an

Am Nachmittag des 16.02.2019 attackierte ein 16-jähriges Mädchen seine Mutter, indem es zweimal mit einem Messer in den Bauch der schwangeren Frau stach. Die 41-jährige Mutter, die sich in der 29. Schwangerschaftswoche befindet, erlitt schwere Verletzungen, konnte jedoch ebenso wie das ungeborene Kind gerettet werden.

Angaben zum Motiv können zum jetzigen, sehr frühen Zeitpunkt der Ermittlungen noch nicht gemacht werden.

Die Beschuldigte hatte sich seit etwa einer Woche in der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bad Salzuflen aufgehalten, wo sie wegen möglicher Suizidgefahr behandelt wurde. Die Tat ereignete sich während eines Ausganges, den sie erhalten hatte, da sie auf dem Weg der Besserung zu sein schien.

Es wird derzeit davon ausgegangen, dass die Beschuldigte unter einer psychischen Erkrankung leidet und die Tat im Zustand verminderter oder aufgehobener Schuldfähigkeit beging.

Die Haftrichterin des Amtsgerichts Detmold ordnete am gestrigen Sonntag die einstweilige Unterbringung der Beschuldigten in einer geschlossenen Psychiatrie an.

Der entsprechende Unterbringungsbefehl wurde wegen versuchten Totschlages, versuchten Schwangerschaftsabbruchs und gefährlicher Körperverletzung erlassen.

07.01.2019 - Frau sticht mit Messer auf ihren Ehemann ein ; Mordkommission ermittelt

Am Montag, den 07.01.2019, stach eine 56-jährige Bielefelderin im Bielefelder Osten mit einem Messer auf ihren getrennt lebenden Ehemann ein.

Gegen 17:20 Uhr suchte die Frau ihren 61-jährigen Ehemann in seinem Geschäft auf. Sie stach dem 61-jährigen Bielefelder unvermittelt mit einem Küchenmesser zweimal in den Schulterbereich. Ein Kunde, der sich zum Tatzeitpunkt ebenfalls im Geschäft befand, konnte die Bielefelderin aufhalten, indem er sie umklammerte und vom Opfer wegzog. Zeugen hielten die Frau fest, bis sie von Polizeibeamten vorläufig festgenommen wurde.

Ersten Ermittlungen zufolge waren private Streitigkeiten der Auslöser für die Tat. Nach Aussagen der Ärzte bestehe für das Opfer keine Lebensgefahr. Die Polizei Bielefeld hat unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Bernd Kauschke eine achtköpfige Mordkommission eingerichtet.

Gegen die Tatverdächtige wurde heute durch den Haftrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft bereits die Untersuchungshaft angeordnet.