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Polizei Bielefeld setzt Mordkommissionen ein

Tatortvermessung
Polizei Bielefeld setzt Mordkommissionen ein
Übersicht der von der Polizei Bielefeld aktuell eingesetzten Mordkommissionen.
Sonja Rehmert

Das Polizeipräsidium Bielefeld ist als Kriminalhauptstelle bei bestimmten (schweren) Straftaten und bei besonderen Einsatzlagen für den gesamten Regierungsbezirk Detmold zuständig. Unser Qualitätsanspruch ist es, von Anfang an alles zu tun, um ein Tötungsdelikt aufzuklären. Daher wird auch im Zweifelsfall eine Mordkommission eingerichtet.

Im Jahr 2017 wurden 12 Tötungsdelikte in Bielefeld begangen. In 10 Fällen blieb es dabei beim Versuch. 11 der 12 Taten wurden aufgeklärt. Mordkommissionen des PP Bielefeld kamen in ganz Ostwestfalen im Jahr 2017 in 51 Fällen zum Einsatz.

07.01.2019 - Frau sticht mit Messer auf ihren Ehemann ein ; Mordkommission ermittelt

Am Montag, den 07.01.2019, stach eine 56-jährige Bielefelderin im Bielefelder Osten mit einem Messer auf ihren getrennt lebenden Ehemann ein.

Gegen 17:20 Uhr suchte die Frau ihren 61-jährigen Ehemann in seinem Geschäft auf. Sie stach dem 61-jährigen Bielefelder unvermittelt mit einem Küchenmesser zweimal in den Schulterbereich. Ein Kunde, der sich zum Tatzeitpunkt ebenfalls im Geschäft befand, konnte die Bielefelderin aufhalten, indem er sie umklammerte und vom Opfer wegzog. Zeugen hielten die Frau fest, bis sie von Polizeibeamten vorläufig festgenommen wurde.

Ersten Ermittlungen zufolge waren private Streitigkeiten der Auslöser für die Tat. Nach Aussagen der Ärzte bestehe für das Opfer keine Lebensgefahr. Die Polizei Bielefeld hat unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Bernd Kauschke eine achtköpfige Mordkommission eingerichtet.

Gegen die Tatverdächtige wurde heute durch den Haftrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft bereits die Untersuchungshaft angeordnet.

14.12.2018 - Gefährliche Körperverletzung in einer Bielefelder Jugendhilfeeinrichtung - MK Sieben schließt Ermittlungen ab

Am Donnerstag, den 13.12.2018, gegen 15:30 Uhr stach ein 15-jähriger Bewohner einer Jugendhilfeeinrichtung für geflüchtete Minderjährige mit einem Messer auf einen 19-jährigen Zuwanderer ein.

Zwischen dem 15-jährigen aus Afghanistan stammenden Beschuldigten und dem 19 - jährigen später Verletzten kam es am Donnerstagnachmittag zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung. Im Verlauf dieser stach der Beschuldigte mit einem Messer einmal in den Rücken des 19-Jährigen und verursachte eine Verletzung von höchstens 3 cm Tiefe. Der Verletzte wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der behandelnden Ärzte bestand zu keinem Zeitpunkt Lebensgefahr. Der 19-Jährige wird bereits heute aus dem Krankenhaus entlassen.

Das Kriminalkommissariat 11 hat unter der Leitung von Jürgen Kollien die zunächst 14-köpfige Mordkommission "Sieben" eingerichtet. Im Zuge der umfangreichen Ermittlungen konnte sowohl der Täter festgenommen als auch das Tatwerkzeug vor Ort sichergestellt werden. Aufgrund der Gesamtumstände, insbesondere der Einordnung der Tathandlung als gefährliche Körperverletzung, der Verletzungsfolgen sowie des jugendlichen Alters des Beschuldigten, wurde seitens der Staatsanwaltschaft von einem Antrag auf Untersuchungshaft abgesehen und der Beschuldigte wurde heute in die Obhut des Jugendamtes entlassen.