Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

Menü

Inhalt

Polizei Bielefeld setzt Mordkommission ein

Tatortvermessung
Polizei Bielefeld setzt Mordkommission ein
Aktuelle Mordkommissionen der Polizei Bielefeld.
Sonja Rehmert

Das Polizeipräsidium Bielefeld ist als Kriminalhauptstelle bei bestimmten (schweren) Straftaten und bei besonderen Einsatzlagen für den gesamten Regierungsbezirk Detmold zuständig. Unser Qualitätsanspruch ist es, von Anfang an alles zu tun, um ein Tötungsdelikt aufzuklären. Daher wird auch im Zweifelsfall eine Mordkommission eingerichtet.

2018 wurden 1 fahrlässige Tötung und 5 Totschlagsversuche begangen (2017: 9 Totschlagsversuche). Alle Taten wurden aufgeklärt. Insgesamt wurden Mordkommissionen des PP Bielefeld in ganz Ostwestfalen in 42 Fällen eingesetzt.

21.09.2019 - Festnahme eines tatverdächtigen Manns nach Auseinandersetzung am Jahnplatz - MK Tunnel

Zweite Meldung vom 21.09.2019

Zustand der verletzten Frau unverändert / Haftbefehl für Tatverdächtigen erlassen

 

Nach der Auseinandersetzung an der U-Bahn Haltestelle "Jahnplatz" am Freitag, 20.09.2019, wird die schwerverletzte 43-jährige Frau noch immer in einem Bielefelder Krankenhaus behandelt. Aufgrund ihrer erheblichen Verletzungen konnte sie noch nicht durch Kriminalbeamte befragt werden - sie ist bislang nicht vernehmungsfähig.

 

Bei der Vernehmung des tatverdächtigen 45-Jährigen machte er bei seiner Vernehmung gegenüber Beamten der Mordkommission Tunnel Angaben zu der Tat. Er bestritt jedoch den Tötungsvorsatz.

 

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld beantragte einen Haftbefehl gegen den 45-jährigen Bielefelder. Die zuständige Richterin des Amtsgerichts Bielefeld erließ bei der Vorführung des Tatverdächtigen am Samstag, 21.09.2019, einen Untersuchungshaftbefehl unter anderem wegen versuchten Totschlags. Seit dem befindet sich der 45-Jährige in einer Justizvollzugsanstalt.

 

Erste Meldung vom 20.09.2019

 

Im Rahmen einer Auseinandersetzung ist eine Frau nach den bisherigen Erkenntnissen gezielt von einem Mann am Freitag, 20.09.2019, an der U-Bahn Haltestelle "Jahnplatz" angegriffen und schwer verletzt worden. In die Auseinandersetzung griff ein Passant ein, der ebenfalls verletzt wurde. Polizeibeamte nahmen den flüchtenden Täter in der Nähe des Tatortes fest.

 

Nach einem vorangegangenen verbalen Streit richtete ein 45-jähriger Bielefelder gegen 11:32 Uhr im Jahnplatztunnel ein Messer gegen eine 43-jährige Bielefelderin. Dabei hielten sich die beiden Personen an der belebten U-Bahn Haltestelle "Jahnplatz" auf.

 

Der 45-Jährige verletzte die Frau mit dem Messer und ebenso einen Passanten, der in die Auseinandersetzung eingriff. Im Anschluss flüchtete der Angreifer. Gerufene Polizeibeamte nahmen ihn in unmittelbarer Tatortnähe fest.

 

Nachdem Polizisten den Tatort sicherten und Rettungssanitäter die medizinische Versorgung der Verletzten einleiteten, übernahmen Kriminalbeamte des Kriminalkommissariats 11 die Ermittlungen zu der Tat. Eine 22-köpfige Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Alexander Scholz ermittelt gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Bielefeld zu diesem versuchten Tötungsdelikt. Die Hintergründe der Tat sind bislang noch unklar. Nach derzeitigen Erkenntnissen waren sich der Angreifer und das Opfer bekannt. Kriminalbeamte der Mordkommission übernahmen auch die Betreuung von Passanten vor Ort.

23.09.2019 - Tötungsdelikt in Borchen - MK Trift

Dritte Meldung vom 27.09.2019

 

Die Ehefrau des inhaftierten Tatverdächtigen konnte vernommen werden.

 

Wie berichtet, wurde am Abend des Sonntag, 22.09.2019 in einem Wohnhaus in Borchen der Leichnam der 76-jährigen Bewohnerin aufgefunden. Die Obduktion ergab, dass die Frau gewaltsam ums Leben kam. Spuren am Tatort deuteten darauf hin, dass der 53-jährige Schwiegersohn in das Tatgeschehen verwickelt sein könnte. Er konnte in der Nacht zu Montag, 23.09.2019, in einem Hotel in Nürnberg festgenommen werden. Seine Ehefrau, die Tochter des Opfers, befand sich zu dem Zeitpunkt schwer verletzt nach einem Unfall in einem Krankenhaus in der Nähe des Hotels.

 

Die Ermittlungen der Bielefelder Mordkommission "Trift" ergaben inzwischen, dass auch eine Tatbeteiligung der Ehefrau des Tatverdächtigen nicht auszuschließen ist.

 

Ermittler konnten die schwer verletzte 46-jährige Frau nun im Krankenhaus vernehmen, wobei sie Angaben zur Sache machte.

 

Ihre Aussagen werden derzeit mit den weiteren Ermittlungsergebnissen abgeglichen.

 

Die möglichen Hintergründe der Tat sind weiterhin Gegenstand umfangreicher Ermittlungen.

 

Weitere Auskünfte können derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht erteilt werden.

 

 

Zweite Meldung vom 24.09.2019

 

Staatsanwaltschaft und Mordkommission teilen erste Ermittlungsergebnisse mit.

 

Wie berichtet, fanden Angehörige und Rettungskräfte der Feuerwehr am Sonntag, 22.09.2019, in den Abendstunden eine 76-jährige Frau tot in ihrem Wohnhaus in Borchen auf. Es bestand der Verdacht, dass die Frau einem Tötungsdelikt zum Opfer gefallen ist.

 

Die daraufhin eingesetzte Mordkommission des Polizeipräsidiums Bielefeld untersuchte den Tatort über die gesamte Nacht auf Spuren. Am Montag, 23.09.2019, wurde der Leichnam durch Rechtsmediziner obduziert. Die Obduktion bestätigte, dass die Frau durch Fremdeinwirkung ums Leben kam und es sich somit tatsächlich um ein Tötungsdelikt handelt.

 

Wie berichtet, ergab sich aufgrund der am Tatort aufgefundenen Spurenlage noch in der Nacht zum Montag, 23.09.2019 ein Tatverdacht gegen den ebenfalls im Haus lebenden Schwiegersohn. Der Tatverdächtige konnte schließlich in einem Hotel nahe Nürnberg festgenommen werden, während seine Ehefrau nach einem dortigen Verkehrsunfall, an dem beide beteiligt waren, schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.

 

Die Staatsanwaltschaft Paderborn stellte Antrag auf Erlass eines Haftbefehls wegen Totschlags. Der Verdächtige wurde am späten Nachmittag des Montag, 23.09.2019, dem Haftrichter in Nürnberg vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete und ihn dem dortigen Justizvollzug übergab.

 

Der Tatverdächtige wird anwaltlich vertreten und macht derzeit keinerlei Angaben zur Sache.

 

Weitere Angaben zum Obduktionsergebnis sowie den weiteren Ermittlungen können zurzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gemacht werden.

 

 

Erste Meldung vom 22.09.2019

 

Am Sonntag, 22.09.2019, wurde die Polizei nach einem Rettungseinsatz der Feuerwehr zu einem Wohnhaus in Borchen gerufen, wo eine 76-jährige Bewohnerin tot aufgefunden wurde. Der Leichnam wies Verletzungen auf, die auf ein Tötungsdelikt schließen ließen. Ein Tatverdächtiger konnte in der Nähe von Nürnberg festgenommen werden.

 

In den Abendstunden des 22.09.2019 verständigte eine Angehörige der 76-jährigen Frau die Rettungsleitstelle der Feuerwehr. Sie machte sich Sorgen, da sie die Frau nicht erreichen konnte. Die Rettungskräfte fanden im Haus in Borchen schließlich den leblosen Körper vor und informierten die Polizei. Es wurden Verletzungen festgestellt, die auf ein Tötungsdelikt hinwiesen.

 

Durch das Polizeipräsidium Bielefeld wurde eine 12-köpfige Mordkommission aus Bielefelder und Paderborner Ermittlern unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Alexander Scholz eingerichtet.

 

Bei der Tatortaufnahme wurden Spuren gesichert, die darauf hindeuten, dass der 53-jährige Schwiegersohn der Frau in das Tatgeschehen verwickelt sein könnte, der gemeinsam mit seiner Ehefrau ebenfalls in dem Haus lebt.

 

Es lagen Hinweise vor, dass das Ehepaar bereits am Morgen des 22.09.2019 mit dem Auto weggefahren war. Es wurde eine Fahndung eingeleitet.

 

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen konnte festgestellt werden, dass der Pkw des Ehepaares am 22.09.2019, gegen 11:00 Uhr, auf der Autobahn A3 bei Nürnberg in einen schweren Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen verwickelt war, bei dem auch ein Pkw-Fahrer ums Leben kam. (Das PP Mittelfranken berichtete: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6013/4381901 )

 

Der Wagen des Ehepaares aus Borchen kam dabei auf dem Seitenstreifen zum Halten. Nach Berichten des PP Mittelfranken stieg aus diesem Fahrzeug unvermittelt eine Frau aus, lief über die Autobahn, überquerte die Mittelleitplanke und wurde schließlich auf der Gegenfahrbahn von einem Fahrzeug erfasst. Die Frau wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

 

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass sich der Ehemann der schwerverletzten Frau in einem Hotel in der Nähe des Krankenhauses aufhielt.

 

In enger Abstimmung mit der Bielefelder Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Paderborn konnte der 53-jährige Borchener aufgrund des Verdachtes, an der Tötung seiner Schwiegermutter an der gemeinsamen Wohnanschrift beteiligt gewesen zu sein, durch Spezialkräfte des Polizeipräsidiums Mittelfranken aus Nürnberg heute Nacht gegen 01:00 Uhr in dem Hotel festgenommen werden.

 

Die zuständige Staatsanwaltschaft Paderborn hat einen Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags beantragt und wird den Tatverdächtigen im Laufe des Tages dem Amtsgericht Nürnberg vorführen lassen.

 

Die Ermittlungen der Bielefelder Mordkommission werden durch Beamte der Kripo Nürnberg unterstützt. Hintergründe zu der Tat, die Motivlage und der Tathergang sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Nähere Informationen liegen hierzu noch nicht vor.

 

Die Spurensicherung am Tatort konnte inzwischen abgeschlossen werden. Aufschluss über die Todesursache soll eine für heute anberaumte Obduktion ergeben.

 

Weitergehenden Angaben können am heutigen Tage nicht mehr gemacht werden.