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Dank an Helferinnen und Helfer

Helferinnen und Helfer von PPin empfangen
Dank an Helferinnen und Helfer
Polizeipräsidentin dankt Helferinnen und Helfern für ihr couragiertes Eingreifen.
Am 20.09.2019 verhinderte das couragierte Einschreiten mehrerer Passanten bei einem Messerangriff im Jahnplatztunnel Schlimmeres.
Trümper, Dirk

Während Passanten zur Mittagszeit auf dem Bahnsteig auf die Straßenbahn warteten, stach ein Mann mit einem Messer auf seine Ex-Partnerin ein. Eine 49-jährige Zeugin wurde auf diese Situation aufmerksam und schrie sofort laut um Hilfe. Während sie ihre 14-jährige Tochter losschickte, die Polizei zu informieren, versuchte sie mit aller Kraft, das Opfer von seinem Täter wegzuziehen. Mehrere Wartende, darunter Ayhan Ö., Ghassan A. und Redouan E., haben beherzt auf den Täter eingewirkt und den Mann dadurch an weiteren Attacken auf seine Ex-Partnerin gehindert. Ghassan A. wurde durch einen Messerstich am Arm verletzt, bei zwei weiteren Zeugen blieb es bei erfolglosen Versuchen. Den Zeugen gelang es gemeinsam, den Täter zu überwältigen und bis zur Festnahme durch die Polizei festzuhalten.

Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere hat das Verhalten der sechs Helferinnen und Helfer nun bei einem persönlichen Gespräch gewürdigt. Am Dienstag, 07.01.2020, dankten die Behördenleiterin und der Leiter der Direktion Kriminalität, Leitender Kriminaldirektor Wolfgang Niewald, den Zeugen für ihr mutiges Handeln.

Dr. Katharina Giere: „Die Zeugen haben in dieser brenzligen Situation entschieden, unter Einsatz der eigenen Gesundheit gegen den Täter mit Messer vorzugehen. Damit haben sie weiteren Schaden für das Opfer und Unbeteiligte verhindert. In dieser Ausnahmesituation haben die Zeugen außergewöhnlich couragiertes Verhalten gezeigt, für das ihnen ausdrücklich Dank und Anerkennung gebührt. Hinsehen und Handeln, wenn Andere in Not sind - das bedeutet nicht unbedingt, sich selbst in Gefahr zu bringen. Auch das Absetzen eines Notrufes kann bereits große Wirkung erzielen.“

Mehrere Passanten filmten den Angriff mit Handykameras und stellten das Video unmittelbar nach Tathergang in sozialen Netzwerken online. Über diese Kanäle von notleidenden Familienmitgliedern zu erfahren, kann bei Angehörigen große Ungewissheit und Sorge hervorrufen. Handyvideos können hilfreich sein, wenn sie direkt der Polizei zur Verfügung gestellt werden. Wer nur aus Gründen der Sensationsgier Videos und Fotos fertigt und leichtfertig veröffentlicht, tritt die Persönlichkeitsrechte von Opfern und Angehörigen mit Füßen. Die Polizei verurteilt ein solches Verhalten und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, dies zu unterlassen.