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Auseinandersetzungen am Gästeeingang der SchücoArena

Fußballeinsatz
Auseinandersetzungen am Gästeeingang der SchücoArena
Vor dem Fußballspiel in der SchücoArena kam es am Montag, 17. April 2017, zu körperlichen Auseinandersetzungen im Bereich des Gästeeingangs.
Michael Kötter

Am Ostermontag kam es vor dem Fußballspiel zwischen Arminia Bielefeld und dem VfB Stuttgart in der SchücoArena zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Stuttgarter Fans und dem Ordnungsdienst. Polizeibeamte bereinigten die Situation unter Einsatz von Pfefferspray und des Einsatzmehrzweckstocks.

Gegen 19:28 Uhr waren circa 300 Stuttgarter Fans aus ihren Bussen zum Gästeblock unterwegs. Ein Teil dieser Gruppe beabsichtigte offensichtlich, den Eingangsbereich zu überlaufen. Das versuchten Angehörige des Sicherheitsdienstes des Stadions zu unterbinden. Es entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung zwischen einer größeren Fangruppe und dem eingesetzten Sicherheitsdienst. Hinzugerufene Beamte der Bereitschaftspolizei konnten die Situation bereinigen. Dazu setzten sie Pfefferspray und den Einsatzmehrzweckstock gegen gewalttätige Personen ein.

Zeitgleich gelang es einer Gruppe von Stuttgart-Anhängern gewaltsam in einen umzäunten Bereich des Gästeeingangs einzudringen. Polizeibeamte und der Sicherheitsdienst drängten die etwa 25 - teilweise vermummten - Personen aus dem für Publikum gesperrten Bereich hinaus. Dabei setzten Beamte Pfefferspray ein.

Anschließend umstellten Polizeibeamte 47 Stuttgarter Fans in einem anderen abgesperrten Bereich des Gästeeingangs. Angehörige dieser Gruppe waren an den vorangegangenen Gewalttätigkeiten beteiligt. Die Polizisten stellten die Personalien der Fans fest. Dabei wurden die Beamte durch die Fan-Vertreter aus Stuttgart aktiv unterstützt. Da die Tatbeteiligung einzelner Personen vor Ort nicht geklärt werden konnte, wurde den Personen der Zutritt zum Stadion nicht untersagt.

Während der Aufnahme der Personalien und der Spielphase registrierte die Polizei keine weiteren Straftaten durch Stuttgarter Fans. Nach dem Fußballspiel begleiteten zahlreiche Polizisten die angereisten Fans zu ihren Bussen.

Nach Informationen des eingesetzten Sanitätsdienstes meldeten sich fünf Fußballfans mit Augenreizungen durch Pfefferspray. Die Sanitäter verteilten zudem 15 Augenspülungen an Fans, die hinter einer Absperrung standen. Ein Polizeibeamter wurde bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen leicht verletzt.

Die Polizei ermittelt wegen Landfriedensbruchs und Körperverletzungsdelikten. Dazu wird vorhandenes Videomaterial der Polizei ausgewertet, um Straftäter überführen zu können.